Historisches in Rerik
Rerik trägt noch nicht allzu lange seinen Namen: Wappen und Name wurden erst am 1. April 1938 durch den damaligen Reichsstatthalter in Mecklenburg verliehen, nach einer hier vermuteten Wikingersiedlung. Seitdem ziert auch eine dreimastige goldene Kogge mit je einem Kastell auf dem Vorder- und Achterdeck das Stadtwappen, die Masten mit geblähten Segeln, Mastkörben und gekrönten Spitzen, der Hauptmast mit langem Wimpel. Vorher trug der Ort den slawischen Namen Alt Gaarz, der zurückgeht auf die ältere Geschichte. Gegründet wurde die Siedlung seinerzeit von slawischen Stämmen im Schutz einer Burg (in slawischer Sprache „Alt Gaarz“). Die geschützte Lage hinter der vorgelagerten Halbinsel Wustrow war einer der Gründe für die recht frühe Besiedlung an dieser Stelle. Urkundlich erwähnt wurde Alt Gaarz dann erstmals 1230; von der namensgebenden Burg ist durch ein Sturmhochwasser nichts mehr geblieben.
Die Bäderkultur schließlich begann in Rerik um 1820. Ein aus dieser Zeit stammender so genannter „Badekarren“ lässt sich heute noch im Reriker Museum bewundern. Die zu Rerik gehörende Halbinsel Wustrow war während mehrerer Jahrzehnte und durch verschiedene politische Systeme gesperrter Militärstandort und besitzt damit eine ganz eigenen Lebenslauf.